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Was es bei der Zahnpflege zu beachten gibt

Berlin (dpa/tmn) - Morgens und abends putzen - und am besten auch noch einmal nach dem Mittagessen: Wie häufig sich Menschen mit ihren Zähnen auseinandersetzen sollte, ist den meisten bekannt. Was es dabei zu beachten gibt, oft nicht. Wichtige Fragen und Antworten.

Was sollten Verbraucher bei der Wahl der Zahnbürste bedenken?

Weich, hart, mittel, elektronisch oder manuell: Die Wahl der geeigneten Zahnbürste ist nicht einfach. «Entscheidend ist, dass man mit der Zahnbürste alle erreichbaren Zahnoberflächen reinigen kann», sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Außerdem sollten die Borsten abgerundet sein, damit es nicht zu Verletzungen des Zahnfleisches kommt. Viel falsch machen kann man an diesem Punkt aber nicht: «Grundsätzlich ist das Angebot an hochwertigen und qualitativen Zahnbürsten sehr gut», so Oesterreich.

Wann ist eine elektrische Zahnbürste sinnvoll?

«Insbesondere für ältere oder motorisch eingeschränkte Menschen kann sich eine elektrische Zahnbürste lohnen», sagt Oesterreich. «Oder für Menschen mit viel Stress und wenig Zeit für die Mundhygiene». Nach Einschätzung der Stiftung Warentest kann mit einer elektrischen Zahnbürste auch eine falsche Putztechnik ausgeglichen werden, zudem reinige sie oft effektiver und schonender. Teuer muss die Anschaffung auch nicht sein: Laut der Warentest-Zeitschrift (Ausgabe 1/2019) liegt die günstigste Variante aus dem Drogeriemarkt für 16 Euro nur ganz knapp hinter dem Testsieger für 220 Euro. Insgesamt nahmen die Warentester 13 elektrische Zahnbürsten unter die Lupe. Sechs erhielten die Note «gut», vier waren «befriedigend» und zwei «ausreichend». Unter anderem wegen begrenzter Haltbarkeit wurde ein Zahnbürstenmodell mit der Gesamtnote «mangelhaft» bewertet.

Welche Pflege benötigen Zahnbürsten?

Was täglich benutzt wird, muss ordentlich behandelt werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt deshalb, die Bürsten nach dem Putzen mit Wasser abzuwaschen und trocken zu lagern. Bei elektrischen Zahnbürsten sollte der Aufsatz dazu abgenommen werden. Generell sollten Verbraucher ihre Zahnbürsten und Aufsätze alle zwei bis drei Monate austauschen. Wann genau der Zeitpunkt gekommen ist, lässt sich schnell erkennen: «Wenn die Borsten abstehen oder abknicken, ist es meist der beste Hinweis darauf», erklärt Oesterreich.

Wie wählt der Käufer die richtige Zahnpasta?

Das Angebot auf dem Zahnpasta-Markt ist riesig. Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt in allen Fällen Zahnpasta mit Fluoriden. «Diese spielen eine besondere Rolle bei der Vorbeugung von Karies und fördern die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Karies», erklärt Oesterreich. Außerdem sei es wichtig, dass man den Spaß beim Putzen nicht verliert: «Auch der Geschmack muss passen, und die Zahnpasta sollte auch nicht zu viele Putzkörper enthalten.»

Gibt es eine besondere Putztechnik?

Kreisende Bewegungen, von oben nach unten - die potenziellen Putztechniken können ganz schön verwirren. «Zu kompliziert sollte man es sich gar nicht machen», sagt Oesterreich. Entscheidend sei, dass man nicht horizontal über die Zähne scheuert, sondern vom Zahnfleisch zum Zahn putzt. Außerdem empfiehlt der Experte einmal am Tag Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten zu benutzen. Grundsätzlich gilt: nicht zu fest drücken.

Wer sollte über eine professionelle Zahnreinigung nachdenken?

Auch wenn man putzt, was das Zeug hält: Manchmal muss dann doch der Profi ran. «Zur Ergänzung einer optimalen Mundhygiene macht auch die professionelle Zahnreinigung in regelmäßigen Abständen Sinn», empfiehlt Oesterreich. Neben der gründlichen Reinigung aller Zahnoberflächen und Zahnzwischenräumen bekomme man so gleich eine Anleitung mit auf den Weg, wie man zuhause seine Zähne ordentlich pflegt. Nach Angaben der Stiftung Warentest ist ein Besuch bei der professionellen Zahnreinigung mindestens zweimal im Jahr sinnvoll.


Text: dpa / Bild: Andrea Warnecke (dpa) (19.12.2018)